Ursprünglich wollte Hans Pfotenhauer Lehrer werden. Doch 1961 trat er in die Fußstapfen seines Vaters, der einmal Fuhrunternehmer war, und klettere selber auf den Bock. „Die ersten paar Jahre“, erinnert er sich, „als ich noch selber gefahren bin, das war die schönste Zeit.“ Zunächst mit zwei Büssing transportiert der Jungunternehmer vor allem für den Stahlkonzern Salzgitter AG Langeisen-Material im Nahverkehr.
Die Wirtschaft blüht in Deutschland. Jahr für Jahr vergrößert er seinen Betrieb in Salzgitter. Mitte der 80er Jahre besteht sein Fuhrpark aus 15 Fahrzeugen, die nach wie vor ausschließlich im Nahverkehr rollen.
Doch in dieser Zeit trudelt die bislang brummende Bauwirtschaft in eine Flaute. Pfotenhauer sucht weiter den Erfolg, gestärkt durch seinen Sohn Jens, der seit 1986 mitarbeitet.
Der damals 20-jährige hatte zunächst beim Nutzfahrzeughersteller MAN eine Lehre als Kraftfahrzeugmechaniker absolviert, bevor er eine Speditionsausbildung aufnahm.
Zwei Jahre später beginnt das Vater-Sohn-Gespann mit Touren im Bezirksfernverkehr.
Das Geschäft floriert. Junior und Senior gründen 1990 die Pfotenhauer GmbH.
Doch das Betriebsgelände in Salzgitter engt den Ausbau der Firma zunehmend ein. Gefragt ist ein größeres Gelände. Zu Hilfe kommt dem Senior sein Hobby als Taubenzüchter. So erfährt er zufällig von einem großen Grundstück in Heere. Das ist ein winziges Dorf bei Salzgitter.
Der Umzug der Pfotenhauer GmbH erfolgt nach und nach. Nach abgeschlossenem Studium 1992 steigt auch Tochter Annett ins Geschäft ein.
Alle drei arbeiten heute als geschäftsführende Gesellschafter mit. Unter die Arme greifen zudem Pfotenhauers Ehefrau Mona als Prokuristin und Annetts Ehemann Gilles Guerne, der sich vor allem um die Sparte Entsorgung kümmert.
Die nächste Generation wächst bereits in Heere auf. Annett Pfotenhauer schätzt die Vorteile eines Familienunternehmens. „So kann ich voll mitarbeiten und mich gleichzeitig um drei kleine Kinder kümmern“, sagt die 35-jährige. Allerdings habe sie nie Feierabend: „Selbst wenn nachts um zwei das Telefon klingelt, sind wir da.“



